Totengedenken - christlich

Der November ist der Monat des Übergangs vom Herbst in den Winter. Die Tage erscheinen oft grau in grau. Der Wind weht die letzten Blätter von den Bäumen. Ein Bild der Vergänglichkeit und des Todes. Im Kirchenjahr ist der November der letzte Monat und Zeit des Gedenkens an die Verstorbenen.

Am Nachmittag des Allerheiligenfestes, das die katholische Kirche immer am 1. November feiert, beginnt das Gedenken an die Toten mit einer Andacht und Gräberbesuch auf dem Friedhof, bei uns um 14.00 Uhr auf dem Auchtert. Die evangelischen Christen begehen den Totensonntag am letzten Sonntag des Kirchenjahres, also vor dem ersten Advent.

Auf vielen Gräbern brennen Kerzen in kleinen Gefäßen mit roten Gläsern. Sie sind Zeichen des Lebens und der Verbundenheit mit den Verstorbenen über den Tod hinaus. Sie haben eine Beziehung zur Osterkerze in der Kirche, die angezündet wird, um an die Auferstehung Jesu Christi zu erinnern. Diese brennt bei Taufen und bei den ersten Gottesdiensten nach dem Tod (Requiem), angezündet in der Hoffnung auf das ewige Leben mit Christus.Eine andere Form der Erinnerung an die Taufe ist das Weihwasser. Bei Beerdigungen heißt es dazu: „Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest du getauft. Der Herr vollende an dir, was er in der Taufe begonnen hat.“

In katholischen Gegenden wird beim Besuch an den Gräbern der nächsten Angehörigen Weihwasser aus kleinen Gefäßen, die dort bereitstehen, gegeben.

An den Gräbern steht oft ein Kreuz oder ein Stein mit dem Namen der Verstorbenen. Name und christliche Symbole bezeichnen die Würde der einzelnen. Die Blumen-Gestecke und Kränze sind Zeichen der liebenden Verbundenheit, wie die Blütenblätter, die bei der Beerdigung aufs Grab oder die Urne gestreut werden.

Die Form der Beerdigung beziehungsweise Beisetzung hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und wird heute sehr unterschiedlich gestaltet. Trauerfeiern mit Sarg und anschließende Beerdigung innerhalb der ersten Tage nach dem Tod waren traditionell üblich. Inzwischen ist die Verbrennung und Urnenbeisetzung oft an deren Stelle gerückt. Die Urnen werden manchmal in Stelen oder Wänden beigesetzt, oft auch in kleinen Gräbern oder in den Gräbern Angehöriger. Manche möchten unter einem Baum beigesetzt sein, andere in anonymen Gräbern. Inzwischen sind auch Friedwälder gesuchte Orte der Beisetzung.

Wichtig wäre aus meiner Sicht, dass der Name und ein christliches Symbol die Würde des Menschen bezeichnen und unseren christlichen Glauben an das ewige Leben mit Jesus Christus zum Ausdruck bringen. hw