Wählen, Wählen, entscheiden, Wählen, entscheiden, gestalten: Kirchengemeinderatswahl und Pastoralratswahl 2020

Am 22. März 2020 ist es so weit. Die Katholikinnen und Katholiken Baden-
Württembergs wählen am selben Tag neue Kirchengemeinderäte (KGR) für die Kirchengemeinden und neue Pastoralräte (PaR) für die Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie neue Pfarrgemeinderäte in der Erzdiözese Freiburg.

„Wie sieht‘s aus?“ (www.wiesiehtsaus.de) lautet das Motto dieser Wahl.

Das soll zum Nachdenken anregen: Wie sieht denn mein Verständnis von Kirche aus? Was denke ich über die aktuellen Themen? Wie kann ich mich einbringen? Wie sieht’s denn eigentlich aus?

Die Diözese möchte mit den Kirchenmitgliedern im Dialog über Kirche und Gesellschaft bleiben, über die Kirchengemeinde, wie sie ist und was sie sein kann, über die Gegenwart und die Zukunft, um weiterhin neue Wege hin zu einer erneuerten Kirche an vielen Orten zu suchen.

Im März 2019 wurde die Kirchengemeindeordnung reformiert. Sie stärkt den KGR in seiner Leitungsrolle und in seiner Verantwortung für die Kirchenentwicklung: „Der KGR sorgt dafür, dass die Kirchengemeinde ihre Aufgabe, Zeichen und Werkzeug des Heilswirkens Gottes in Jesus Christus zu sein, auch in Zukunft wahrnehmen kann.“ Alle neuen KGR-Mitglieder werden eigens für die kooperative und partizipative Leitung qualifiziert. Um unter anderem den jungen Menschen und ihren Anliegen im KGR/PaR eine Stimme zu geben sieht die Kirchengemeindeordnung vor, dass mindestens zwei junge Erwachsene unter 27 Jahren gewählte Mitglieder des KGR sein sollen.

Jede/r kann Kandidierende (Mindestalter am Wahltag 18 Jahre) für die KGR-Wahl vorschlagen, auch sich selber. Dies kann auch schon formlos über die „Wunschbox“ geschehen, die in den Kirchen aufgestellt wird. Oder Sie verwenden die Vorlage von der vorletzten Seite hier.

 

Über ihre Motivation, sich im Kirchengemeinderat einzubringen, schreiben zwei Mitglieder:

Harald Hermann, Gewählter Vorsitzender des KGR: „Die vergangenen fünf Jahre im Kirchengemeinderat waren geprägt vom Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“. Es war nicht immer leicht, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Ideen für den Weg zur Kirchenentwicklung hier vor Ort zu finden. Wir haben uns aber anstecken lassen von den geistlichen Haltungen (vertrauen – lassen – erwarten – wertschätzen) und uns darauf eingelassen, die Lebenswirklichkeit der Menschen in den Blick zu nehmen und darin Spuren Gottes zu suchen und zu entdecken.

Auch weiterhin wird es darum gehen, wie Kirche hier vor Ort in Zukunft aussehen soll. Durch die neue Kirchengemeindeordnung wurden für den Kirchengemeinderat die Verantwortungsbereiche und die Gestaltungsspielräume hierfür wesentlich erweitert.

Mit der Frage „Wie sieht’s aus?“ sollen nicht nur Kandidatinnen und Kandidaten für den Kirchengemeinderat gewonnen werden, sondern es soll weiterhin der Blick auf das Leben, Denken und den Glauben der Menschen in Metzingen, Riederich und Grafenberg gerichtet sein und im Dialog daran Anteil genommen w

Klaus Feimer, Mitglied im KGR: „Ich engagiere mich für die St. Bonifatius-Gemeinde, weil mir die Gemeinschaft am Herzen liegt. Mein Wahlspruch lautet: „Geben ist seliger als Nehmen“, darum möchte ich meine Kräfte für die Gemeinschaft einsetzen. Zudem bin ich bereit Verantwortung zu übernehmen für die Dinge, die die Gemeinde nach außen vertritt.“erden.“

Dr. Ewald Schmon: Mein Name ist Dr. Ewald Schmon, ich bin seit mehreren Perioden im Kirchengemeinderat aktiv und dort besonders im Verwaltungsausschuss. In diesen Gremien kann ich an der Gestaltung unserer Kirchengemeinde mitwirken. Es ist mir dabei ein besonderes Anliegen mit zu gestalten, dass unsere Kirchengemeinde eine gute Zukunft hat und den Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen unserer Gemeindeglieder zu suchen ganz im Sinne, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Die Mitarbeit im Kirchengemeinderat und in den verschiedenen Ausschüssen sowie im Grafenberger Team sind für mich selber auch sehr bereichernd.