Neues Vortragekreuz für St Bonifatius

Am 14. September 2019, dem Fest der Kreuzerhöhung, wurde das neue Vortragskreuz gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

Dieses Jahr feierte die Katholische Kirchengemeinde das 60-jährige Weihejubiläum der St. Bonifatiuskirche in Metzingen. Aus diesem Anlass entstand im Oktober 2018 im Liturgie-Ausschuss die Idee ein neues Vortragekreuz gestalten zu lassen. Verschiedene Künstler wurden hierfür angefragt Vorschläge zu machen. Ein Entwurf von Barbara Jäger und OMI Riesterer wurde schließlich konkretisiert und Anfang Mai vom Kirchengemeinderat beschlossen.

Das Künstlerehepaar aus Karlsruhe gewann 1993 den Wettbewerb für die Altarraumgestaltung bei der damaligen Sanierung der St. Bonifatiuskirche. Gestaltet hatten sie seinerzeit den Altar mit Ambo, die Sedilien und den Taufstein mit Schale, die Tabernakelstele und die zugehörigen Steinteppiche. Der vorhandene traditionelle Christus-Korpus wurde damals an einem Holzkreuz angebracht und im Chorraum aufgestellt.

Vor diesem Hintergrund wurde das neue Vortragekreuz von Barbara Jäger und OMI Riesterer gestaltet. Beide beschreiben ihre Gedanken wie folgt:

„Das neue Vortragekreuz wird durch drei Elemente geprägt:

  • Das Kreuz ist Zeichen für den Tod Jesu. Als Vortragekreuz dient es dazu, dieses Zeichen als Siegeszeichen in die Welt hinaus zu tragen. Das neue Vortragekreuz hat keinen Korpus wie das Holzkreuz.
  • In der Bewegung wird das wehende Gewand der Auferstehung dargestellt. Durch unsere Interpretation bekommt das Kreuz Dynamik in Vorder- und Rückseite.
  • Das spiegelnde goldfarbene Material der Bronze zeigt in seinem Glanz die Verheißung auf das Paradies. Durch die bewegte Form bilden sich immer neue Glanzpunkte.

Das Kreuz ist Karfreitag und Ostern zugleich, es symbolisiert Tod und Auferstehung. Es ist Hinweis auf das Ewige Leben.“

Barbara Jäger, geboren 1946 in Schwäbisch Gmünd, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Malerei und Kunstgeschichte mit dem Staatsexamen als Abschluss. OMI Riesterer, geboren 1947 in Freiburg i.Br., studierte nach einer Zimmererlehre Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe mit dem Abschluss als Dipl.-Ing. Das Künstlerehepaar hat drei Kinder und lebt in Karlsruhe.

Beauftragungsfeier „Wort sei Dienst“ am 13. Juli 2019

Eine kleine Abordnung unserer Gemeinde war am 13. Juli zur Beauftragungsfeier der Gemeindereferenten nach Kernen-Rommelshausen gefahren. Sie konnten dabei Johannes Haller begleiten, der seit zwei Jahren als Gemeindeassistent zur Ausbildung bei uns war. Weihbischof Matthäus Karrer legte in seiner lebendigen Predigt dar, was es für die neuen Gemeindereferenten bedeutet, sich in den Dienst nehmen zu lassen und dabei vom Heiligen Geist begleitet zu sein.

Bei der Beglückwünschung von Johannes Haller (Foto: vierter von links) im Gottesdienst in St. Bonifatius am 14. Juli 2019 wurde auch der Dank an ihn ausgedrückt. Beim anschließenden Stehempfang war Gelegenheit zur Begegnung.

Nun startet Johannes Haller als Gemeindereferent mit einer 90%-Stelle bei uns. Seine Aufgabenbereiche werden weiterhin schwerpunktmäßig die Firmpastoral und der Religionsunterricht sein, aber auch die Begleitung der Ministranten und des Zeltlagerteams stehen unter anderem an. Möge sein Dienst gesegnet sein.

Foto: Harald Hermann

Abschied von brasilianischer FSJ Debora Giehl

Jetzt ist fast ein Jahr vergangen, seit ich in Metzingen angekommen bin. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, was ich in diesem Jahr als FSJ erleben würde. Heute möchte ich gerne ein paar der Erlebnisse, von denen ich so viel gelernt habe, mit Ihnen teilen.

Hervorzuheben sind die Personen und Projekte mit denen ich in diesem Jahr Kontakt hatte. Zunächst in der Kita, wo ich viel über die Entwicklung und den Umgang mit Kindern gelernt habe. Ich habe gelernt, dass spielen die beste Art ist, die Welt zu entdecken. Ich hatte viel Freude mit den Kindern und nehme viele Ideen mit nach Brasilien, die ich dort mit meine Gemeinde teilen werde.

Viel Freude hatte ich auch mit den Boni Kids und Teens. Ich durfte beim Musical “Der verlorene Sohn” mitmachen, und das war ein großes Abenteuer. Ich hatte noch nie vor Zuschauer gesungen, schon gar nicht auf Deutsch. Das war eine große Herausforderung, aber ich konnte dabei etwas über Musik lernen und sehen, dass es wichtig ist, dass Kindern und Jugendlichen solche Möglichkeiten geboten werden. Davon träumen wir noch in Brasilien.

Außerdem habe ich in der Brasilien AG, im Pfarrbüro und ein paar mal im Tafelladen mitgearbeitet. Das war für mich sehr wertvoll. Mit der Brasilien AG konnte ich jede Woche über meine Heimat sprechen und über die Verhältnisse dort nachdenken und diskutieren. Außerdem waren wir gemeinsam in Berlin und ich konnte viel über die Geschichte Deutschlands lernen.

Der Tafelladen hat mir gezeigt, dass wir eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen haben. Wir alle sind verbunden, nicht nur in den Lebensmitteln, die wir produzieren und essen, sondern viel mehr in der Verantwortung, dass niemand auf der Welt Hunger leidet. Ich bin sehr dankbar dass ich diese Erfahrungen machen durfte.

Mir fallen noch viele schöne Dinge ein, wie zum Beispiel: der erste Schnee, die Reisen die ich unternehmen konnte (wie zum Beispiel die Gemeinde-Wallfahrt nach Polen), die Menschen, die ich kennengelernt habe, und viele kleine Dinge mehr die mich, auch wenn sie klein waren, sehr gefreut haben. 

Besonders danke ich: Frau de Sousa und Frau Maurer, von den Boni Kids und Teens, Frau Siegel und dem Team der Kita St. Bonifatius, Frau Polnik in der Brasilien AG, Frau Schmitt-Feuchter und Frau Bolvin. Frauen, die mich das ganze Jahr begleitet haben und immer für mich da waren.

Vielen lieben Dank auch an meine Gastfamilien: Familie Bolvin, Familie Siegel und Familie van Kesteren; für die freundlich Aufnahme in Ihren Familien. Ihr seid meine Freunde. Ihr seid etwas besonderes für mich und ich bedanke mich für die Sorge und liebevolle Zuwendung. Ich werde immer gerne an die Zeit mit euch zurückdenken.

Zu guter Letzt gilt mein besonderer Dank Herrn Pfarrer Weiß und der Kirchengemeinde, dass sie mich mit offenen Armen empfangen haben.

Doch jetzt kommt die Zeit des Abschieds. Ich nehme viele schöne Momente in meinem Herzen mit und werde diese Gemeinde niemals vergessen.  Ich hoffe wir sehen uns wieder, entweder hier oder, wer weiß, vielleicht in Brasilien. Tausend Dank! Bis dann!

Rückblick auf die Pilgerreise nach Südpolen - Zeit nach Pfingsten – Zeit der Heiligen - 10. Juni 2019

Mit dem heutigen Tag hat die Zeit nach Pfingsten begonnen, in der wir immer wieder in den Gottesdiensten Heiliger gedenken. Ihr Leben hat eine Prägung durch den Heiligen Geist, den Geist Jesu, erfahren. So konnten sie ihrem Leben eine christliche Prägung geben, das uns anregt, unser eigenes Leben und das Leben unserer Gemeinde christlich zu gestalten. Durch ihre innere Nähe und ihre Fürbitte lassen sie uns teilhaben am Heiligen Geist. 

In der Woche vor Pfingsten sind wir auf unserer Pilgerreise nach Südpolen überraschend vielen Heiligen begegnet und von ihnen begeistert worden.

Gleich nach der Ankunft in Krakau begegneten wir am Stadtrand einer noch neuen Heiligen, Papst Johannes Paul II. hat sie bekannt gemacht:  die heilige Klosterschwester Faustina mit ihrer Botschaft vom barmherzigen Jesus.

Das nach ihren Angaben gemalte Bild mit den vom Herzen ausgehenden Strahlen haben wir in allen Kirchen, die wir in diesen Tagen besuchten, wiedergefunden. Die Barmherzigkeit Gottes, die in Jesus Christus sichtbar auf Erden erschienen ist, leuchtet in die Welt.

Wie wichtig diese ganz und gar biblische Botschaft ist, erfuhren wir 2 Tage später, als wir nach Ausschwitz und Birkenau kamen, in diese von Menschen anderen Menschen bereitete Hölle des Vernichtungslagers. Der Schrecken erfasste uns in der Tiefe unserer Seelen. In dieser äußersten Finsternis war der heilige Pater Maximilian Kolbe ein Lichtblick. Er war für einen Familienvater freiwillig den Hungerbunker gegangen. Das Wort Jesu wurde lebendig in seiner Person: „Eine größere Liebe hat niemand als wer sein Leben hingibt für seine Freunde“. In der Begegnung mit Bischof em Nossol am nächsten Tag sprach der eine Begebenheit an, die uns zu denken gab:  Als Papst Benedikt XVI in Ausschwitz gefragt wurde: Wo war Gott in all dem grausamen Leid? Da habe er lange geschwiegen und dann geantwortet: „Am Kreuz“.

Bei Bischof Nossol begegneten wir in Groß-Stein dem heiligen Hyazinth, ein für die meisten von uns völlig unbekannten Heiligen. In dem heute sehr schön hergerichteten Schloss und seiner Kapelle war er einst vor 6oo Jahren geboren. Uns empfing seine Gestalt mit der Monstranz in der einen Hand und mit einer Marienstatue in der anderen Hand. Diese Beigaben erinnern daran, dass er die Hostien und eine Marienstatue aus einer brennenden Kirche gerettet hat und sie uns heute entgegenhält: Jesus Christus gebührt unsere Anbetung und Maria unsere Verehrung. Der hl. Hyazinth muss in seiner Zeit – ähnlich wie der heilige Bonifatius -  gewirkt haben, nämlich das er vom Papst beauftragt war, das kirchliche Leben in Polen zu erneuern und zu ordnen. Um das Schloss in Groß-Stein und seinen Park sind heute die ehemaligen Wirtschaftsgebäude umgebaut zu einer Kur-und Heilstätte für Leib und Seele nach Kneippart.

Auf dem Annaberg, dem größten Wallfahrtsort Schlesiens, begegneten wir

dem Gnadenbild „Annaselbdritt“. Die Heilsgeschichte wird lebendig in der Großmutter Anna, in Jesus und Maria – zusammengebunden in eine Dreifaltigkeit. Wir waren den Kalvarienberg hochgegangen – viele große Stationen des Kreuzwegs und haben dort Eucharistie gefeiert und dabei aller Familienangehörigen gedacht.

Am letzten Tag fuhren wir nach Tschenstochau und erlebten diesen großen geistlichen Ort mit dem Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“, der Königin Polens. Maria erfährt große Verehrung durch alle Schichten des Volkes und seiner Geschichte. Wir konnten es erleben in der mit Priestern, Erstkommunionkindern und Erwachsenen vollen Gnadenkapelle und feierten selbst in der Rosenkranzkapelle die letzte Eucharistie miteinander. Das mächtige Kloster mit dem päpstlichen Freialtar am Berg geben Zeugnis einer großen Geschichte des Glaubens.

Ein wertvoller Ausflug führte uns am 2. Tag zum Geburtsort Karol Woytilas, des späteren Papstes Johannes Paul II. Sein Heimathaus neben der Kirche ist heute Museum mit dem vielbebilderten Lauf seines Lebens. Er hat sich ganz eingelassen auf den Ruf Jesu in seinem Leben und hat in Polen und in der ganzen Welt vielen die Botschaft des Evangeliums erschlossen. Er durfte in besonderer Weise mitwirken an der Überwindung des Kommunismus in seinem Heimatland und an der Wiedervereinigung Deutschlands. Mit seinen Pilgerreisen und Weltjugendtagen hat er vielen die Beziehung zu Jesus Christus aufgeschlossen und ihren je eignen Weg.

Wir durften auf unserer Pilgerreise währen der Pfingstnovene erfahren, wie der Heilige Geist Großes wirken kann in den Herzen einzelner und für den Frieden und das Heil aller Menschen.  Wir freuten uns an der guten Gemeinschaft auf dem Weg und danken besonders den drei Leuten, die uns ein Stück weit ihre frühere Heimat erschlossen haben. Vergelt,s Gott!

 

Volles Haus beim 20. Grafenberger Männervesper

Mehr als 110 Personen fanden im März 2019 den Weg ins evangelische Gemeindehaus, um das 20. Grafenberger Männervesper zu erleben. Nachdem die Einladung für diese Männervesper nicht nur an Männer, sondern auch an Frauen gerichtet war, freute sich das Männervesper­team 2x4 besonders, dass sehr viele Frauen der Einladung gefolgt waren. Nach der Begrüßung durch das Männervesperteam und einem gemeinsamen Gebet wartete ein reichhaltiges Vesper auf die Besucher. Alle waren gespannt auf den anschließenden Bildervortrag von Thomas Vorwerk über seine Erlebnisse und Eindrücke als Teilnehmer einer Expedition von Waldfachleuten, Geologen und Ornithologen unter wissenschaftlicher Leitung nach Kamtschatka, ans andere Ende der Welt.

Nach dem Vortrag wurde eifrig weiter diskutiert und über das Erlebte gesprochen. Zufrieden und voller neuer Eindrücke machte man sich auf den Nachhauseweg dankbar für den tollen Abend. Für das Team: Dr. Ewald Schmon

60 Jahre St. Bonifatius - Zeit des Heiligen Geistes

Hinter uns liegt das 60. Weihejubiläum am 7. April 2019 unserer Kirche St. Bonifatius am . Es war vor 60 Jahren eine Zeit des wirtschaftlichen Aufbruchs: Neue Häuser und Siedlungen entstanden, nachdem klar war, dass die Vertreibung aus der der alten Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig war. Die Menschen suchten ihren Halt und ihre Heimat auch im Glauben und deshalb entstanden neue Kirchen in Metzingen und Riederich. Beim Festgottesdienst brachten Mitglieder der Kirchengemeinde Symbole zum Altar, die zeigen sollten, wie wir künftig „Kirche am Ort“ vielfältig bauen wollen. Darunter war auch eine Schriftrolle, auf welcher der Kirchengemeinderat versuchte, die „Spuren Gottes“ festzuhalten, wohin der Heilige Geist uns vielleicht künftig führen will. Diese Schriftrolle wollen wir weiterschreiben. Wir dürfen gespannt sein, auf welche Weise uns Gott führt. In der letzten Kirchengemeinderatssitzung haben wir zum Beispiel mit großer Mehrheit beschlossen, die Kirche St. Johannes in Riederich zu erhalten und innen umzugestalten. hw

Dank an Michaela Bickert für 15 Jahre Dienst

Michaela Bickert hat 2004 in unserer Kita als Integrationskraft begonnen. Seit 2007 arbeitet sie fest angestellt im Team der Erzieherinnen. 2016 wurde sie zur Stellvertretenden Leitung berufen. Wir sind dankbar, mit Michaela Bickert ein engagiertes, bekennendes Gemeindemitglied im Team zu haben.

Sie hat alle Entwicklungen unserer Kita mitgetragen, bringt überdurchschnittlichen Einsatz und arbeitet dabei umsichtig immer zum Wohle der Kinder und der Mitarbeiterinnen. Viele Eltern finden in ihr eine verlässliche Ansprechperson, der sie gerne ihre Kinder anvertrauen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit, der ihr neben den religionspädagogischen Angeboten wichtig ist, ist die Durchführung der „Wald- und Piratentage“, und das Einbeziehen des Schwerpunkts „Gesunde Ernährung und Bewegung“ in den Kita-Alltag.

Wir sagen Vergelt‘s Gott für ihren Dienst!