Die Osterzeit

Erst mit Einbruch der Dunkelheit darf die Osternacht gefeiert werden. Die Feier beginnt vor der Kirche am Osterfeuer, an dem die Osterkerze entzündet wird. Sie wird dann mit dem dreimaligen Ruf "Lumen Christi" (= Christus, das Licht) in die noch dunkle Kirche getragen; alle zünden daran ihre Osterkerze an. Nach dem Wortgottesdienst folgen Tauffeier (falls Täuflinge da sind) und die Eucharistiefeier.

Wir feiern an Ostern, dass Jesus den Tod überwunden hat und von Gott auferweckt wurde.

Der Osterfestkreis hat zwei große Teile: Der erste Teil (Aschermittwoch bis Karsamstag) ist die 40-tägige Fastenzeit (auch österliche Bußzeit genannt) - der zweite ist die Osterzeit (Osternacht bis Pfingsten).

Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist das höchste christliche Fest, auch wenn es im Bewusstsein vieler Menschen heutzutage anders empfunden wird. Das hängt sicher damit zusammen, dass ein neugeborenes Kind greifbarer ist als der auferstandene Christus.  

Nach Ostern folgen die Sonntage der Osterzeit (vor allem der 2. Sonntag der Osterzeit der Weiße Sonntag,an dem die Kinder aus Metzingen ihre Erstkommunion feiern) und Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern). Den Abschluss des Osterfestkreises bildet Pfingsten, das Fest an dem wir an die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger denken.

Mit dem Pfingstsonntag endet der Osterfestkreis, der mit dem Aschermittwoch begonnen hat. Und am Dienstag nach dem Pfingstmontag (der übrigens nur in wenigen Ländern ein Feiertag ist) beginnt dann die Zeit im Jahreskreis.

Da Ostern immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wird, steht Ostern (im Gegensatz zu Weihnachten) jedes Jahr an einem anderen Sonntag im Kalender. Und da Pfingsten immer 50 Tage nach Ostern gefeiert wird, hängt der Pfingsttermin immer auch vom Ostertermin. Der früheste Ostertermin ist am 22. März - der spätesteste am 25. April.

Die Farbe weiß, die Farbe der Freude, tragen Pfarrer und Ministranten in den Gottesdiensten der Osterzeit.

Text zu Ostern:

Die größte Herausforderung

des leeren Grabes

besteht darin,

Auferstehung

schon heute zu leben. (Nottebaum/Lohmann - aus Misereor-Fastenkalender 2012)